Bogensport-NewsTOTAL ARCHERY: TECHNISCHE ASPEKTE, HINWEISE UND SCHIESS-PRAXIS
von Ki Sik-Lee
Erkennen allgemeiner Fehler und wie diese korrigiert werden können.
Schießübungen und Trainingsmethoden, die auf den Könnensstand und die Ambitionen jedes einzelnen Schützen angepasst werden können.
Körperhaltung
Es ist wichtig, eine stabile Körperhaltung während des Schusses beizubehalten, nicht nur wegen der Genauigkeit, sondern auch aufgrund der Gleichmäßigkeit von Schuss zu Schuss.
Schützen sollten sich vorstellen, dass eine in den Boden gesteckte gerade Stahlstange genau durch ihren Körper geht und über dem Kopf heraus kommt. Diese Vorstellung wird dazu führen, den Körper während des gesamten Zug- und Löseprozesses in der gleichen Position zu halten.
Schulterblattpositionierung
Die drei Bilder bieten eine seltene Möglichkeit, die Bewegung der Schulterblätter vom Setup über das Halten bis zum Lösen von einem der australischen Topschützen, David Barnes (LH-Schütze), zu betrachten. Beim Setup kann man sehen, dass die Schulterblätter nahe der Endposition gestellt sind. Während des Haltens kommen die Schulterblätter enger zusammen und das linke Schulterblatt kommt weiter heraus. Beim Lösen kann man sehen, dass David seine Rückenspannung aufrecht hält, was sich dadurch zeigt, dass die Schulterblätter nach dem Lösen enger zusammen kommen.
Die korrekte biomechanische Positionierung des vorderen und hinteren Schulterblattes ergibt ein effizienteres Setup und trägt wesentlich zum Erfolg und zur Gleichmäßigkeit jedes einzelnen Schusses bei. Wenn Schützen sich selbst im Spiegel, ausgerichtet auf ihr Ziel im Vollauszug betrachten, sollte das rechte Schulterblatt sichtbar sein.
Um dem Schützen weitere Hilfestellung zu geben, kann ein breites Band auf dem rechten Schulterblatt angebracht werden (RH), sodass der Schütze beim Üben des Zugs vor dem Spiegel in der Lage ist, das Band sehen zu können, wenn die korrekte Stellung erreicht worden ist.
Positionierung des hinteren Schulterblatts
Um das hintere Schulterblatt korrekt zu positionieren muss man in der Lage sein, den Einsatz des starken unteren Trapezius zu erhöhen. Das sollte im Rahmen und als Teil des Setups geschehen. Dies wird durch das Anheben des Bogens beim Setup und dem anschließendem Zug bis auf ein paar Zentimeter unter dem Ankerpunkt, erreicht. Der Zugarm und die Zughand müssen als eine Einheit nach oben genommen werden, ohne dass sich die Position des Schulterblatts ändert.
Bei Beginn des Zugs muss der Rücken der Zughand in derselben Position sein, wie er am Gesicht angelegt wird. Jegliche Rotation am Gesicht während des Zugs zum Anker wird den Fingerdruck an der Sehne verändern.
Außerdem müssen die hintere Schulter und das Schulterblatt in Position bleiben, wenn der Zugarm beim Ankern nach oben genommen wird.
Die Ausrichtung des Ellbogens
Die Zeichnungen unten zeigen drei unterschiedliche Stellungen des Zugellbogens. (im neuen BM-Magazin).
Diagramm) Diese Position ist biomechanisch schlecht, da hier die Knochenstruktur nicht voll genutzt wird und man sich mehr auf die Muskelkraft verlässt, um die Ellenbogenposition aufrecht zu erhalten, was zu Müdigkeit und Ungleichmäßigkeit führt. Aufgrund der beteiligten mechanischen Kräfte wird es damit auch eine Tendenz der Hand weg vom Gesicht geben, was ein Lösen nach vorne begünstigt.
Diagramm) Diese Position ist biomechanisch stark, da sie die Knochenstruktur voll nutzt und die Muskelkraft am effektivsten eingesetzt werden kann, was nicht nur die Ermüdung verringert sondern auch zu einem saubereren, effektiveren und konstanterem Lösen führt.
Diagramm) Diese Position ist biomechanisch am besten. Einige Schützen kommen hinter die Pfeillinie, was die Ausführung eines guten Schusses erleichtert und dadurch auch die Möglichkeit schwächerer Schüsse verringert, da es dabei eine mechanisch „eingebaute“ Fehlertoleranz gibt.
Der Zusammenhang zwischen Schultern und Hüften
Die Schultern müssen so gedreht werden, dass ein Pfeil, der an den Schulterblättern angelegt wird auf die rechte Seite der Scheibe zeigt (RH Schütze). Sehr oft sehen wir Schützen, die auch, unabhängig davon wie sie stehen, ihre Hüften Richtung Scheibe rotieren.
Dabei handelt es sich offensichtlich um den parallelen Stand, unabhängig von der Fußposition. Die Hüftposition bestimmt den Stand. Bei einem offenen Stand müssen deshalb die Hüften Richtung Scheibe geöffnet werden, da dies auch sanfte Drehkräfte unter dem Brustkorb hervorruft und zur Stabilisierung beiträgt.
Hohlkreuz
Dieses sieht man bei vielen Schützen und hat seine Ursache darin, dass die Brust beim Zug herausgedrückt wird. Diese Tendenz wird dadurch zusätzlich verschlimmert, wenn man dem Schützen sagt, mehr Gewicht auf die Fußballen zu legen. Sie verstehen dies in der Form, dass sie sich nach vorne lehnen und die Hüften zurücknehmen, was die Situation weiter verschlechtert. Um dies zu korrigieren, sollte der Körper als Ganzes leicht nach vorne geneigt werden, um eine Druckverteilung von 60-70 % auf den Ballen und 30 – 40 % auf den Fersen zu erhalten, was den Körperschwerpunkt zur besseren Ausgeglichenheit mehr Richtung der Mitte der Füße positionieren wird. Zusätzlich muss, wenn der Bogen gezogen wird, das Brustbein eingezogen und nach unten Richtung Bauchnabel gedrückt werden. Das letztere kann dem Schützen dadurch vor Augen geführt werden, indem man ihm seine Reaktion zeigt, wenn man ihn auf den Bauch schlägt.
Seitenanker
Um die korrekte Zugrichtung zu erhalten ist es notwendig, mit einem leichten Seitenanker zu arbeiten, der zu einer besseren Augen-Positionierung und Ausrichtung des Ellbogens führt.
Wenn die Sehne so positioniert wird, dass sie die Nasenspitze und die Mitte des Kinns berührt, wird es nahezu unmöglich sein, sich so, wie es erforderlich ist, auszurichten. Zusätzlich kann es dazu führen, dass der Kopf nach vorne oder nach hinten genommen wird.
Man muss aufpassen, dass der Seitenanker nicht zu groß ist, da sich Kinn und Sehne gegenseitig, mit Auswirkung auf die Sehnen-Schwingungen, beeinflussen können.
Augen Position
Eine bessere Ausrichtung des Kopfs zur Scheibe hin ist möglich, wenn mit einem leichten Seitenanker, der biomechanisch auch stabiler ist, gearbeitet wird. Dabei muss eine Überdrehung vermieden werden, da diese den Blutfluss zu den Arterien, die in den Muskeln des Nackens eingebettet sind, verhindert.
Um zu zeigen, dass eine bessere Ausrichtung des Kopfs auf die Scheibe dem Bogenarm mehr Stärke verleiht, sollte man das folgende Experiment durchführen.
Der Schütz steht mit seitlich ausgestreckten Armen und geradem Kopf, die Augenschauen geradeaus. Sage dem Schützen, dass Du seinen linken Arm am Handgelenk nach unten drücken wirst. Der Schütze muss diesem Druck so weit wie möglich widerstehen, während er immer weiter geradeaus schaut.
Du wirst feststellen, dass der Schütze in der Lage ist, dem Druck sehr stark zu widerstehen.
Nun wiederhole diese Übung; der Schütze steht in der gleichen Anfangsposition, aber lasse ihn mit den Augen, ohne dass der Kopf gedreht wird so weit wie möglich nach links sehen. Es zeigt sich, dass der Arm einfacher heruntergedrückt werden kann, da der Schütze nun biomechanisch gesehen schwächer geworden ist. Auch sieht man, dass die Schulter beim Dagegenhalten nach oben kommen wird.
Deshalb ist dies ein anderer wichtiger Grund, mit einer seitlichen Ankerposition zu arbeiten.
Augen - Fokussierung
Wie in Kapitel 3, Der Schuss, beschrieben, muss der Fokus des Auges beibehalten werden bis der Pfeil die Scheibe trifft, vom Halten bis zum Zielen, Expansion, Lösen und Nachhalten. Die Fokussierung ist besonders kritisch, wenn aufgrund unterschiedlicher Windbedingungen während eines Wettkampfes angehalten werden muss. Dem Fokus darf beim Anhalten nicht erlaubt werden, während der Ausführung des Schusses ins Gold zu wandern. Das Unterbewusstsein wird auf der anderen Seite automatisch den Visierpin beim Lösen Richtung Gold bewegen.
Eine gute Übung, um das Anhalten und die Fokussierung zu üben, ist horizontale Linien auf der Höhe der oberen und unteren Neun quer über die Auflage zu ziehen. Der Bereich, in dem die Pfeile landen sollen ist zwischen diesen beiden Linien im roten Bereich der 8 und der 7. Wenn der Seitenwind von rechts nach links geht, nehmen wir die rechte Seite und wenn der Wind von links nach rechts geht, die linke Seite. Das Ziel ist, dass die Pfeile im roten Bereich zwischen den beiden Linien gruppieren, ohne das man die 8 bis ins Gold verlässt. Zugleich wird dies den Fokus vom Gold nehmen.
Eine gute Übung, um das Anhalten und die Fokussierung zu üben, ist horizontale Linien auf der Höhe der oberen und unteren Neun quer über die Auflage zu ziehen. Der Bereich, in dem die Pfeile landen sollen ist zwischen diesen beiden Linien im roten Bereich der 8 und der 7. Wenn der Seitenwind von rechts nach links geht, nehmen wir die rechte Seite und wenn der Wind von links nach rechts geht, die linke Seite. Das Ziel ist, dass die Pfeile im roten Bereich zwischen den beiden Linien gruppieren, ohne das man die 8 bis ins Gold verlässt. Zugleich wird dies den Fokus vom Gold nehmen.
Die wichtige Rolle des kleinen Fingers
Es gibt einen besonderen Muskel, den „extensor digiti minimi“, dieser kontrolliert den kleinen Finger der Zughand. Jede Änderung der Position dieses kleinen Fingers hat auch Auswirkungen auf die Spannung in den Muskeln der anderen Zugfinger.
Deshalb ist die Stellung des kleinen Fingers während des Haltens und Lösens extrem wichtig und muss immer von Schuss zu Schuss gleich sein.
Um sich über diese Tatsache klar zu werden, führe folgende Übung aus:
Beuge den kleinen Finger ab, bis er den Fingerballen berührt. Versuche, die anderen Finger zu strecken, während der kleine Finger gebeugt bleibt, ohne Spannung in den anderen Fingern zu erzeugen. Bewege den kleinen Finger auch auf und ab und beobachte, was mit den anderen Fingern passiert. Man wird feststellen, dass es nahezu unmöglich ist, den Ringfinger und noch weniger die anderen Finger zu strecken. Deshalb ist es notwendig, eine gleichbleibende Position des kleinen Fingers von Schuss zu Schuss beizubehalten, da es ansonsten zu einer Änderung der Spannung in den Zugfingern kommen kann was die Art und Weise beeinflusst, wie die Sehne aus den Fingern gleitet.
Es gibt eine Anzahl von Möglichkeiten einer gleichbleibenden Position des kleinen Fingers von Schuss zu Schuss. Eine ist, dass sich die Spitzen von kleinem Finger und Daumen berühren müssen, aber selbst das muss von Schuss zu Schuss gleich sein.
Allerdings ist anzuraten, dass der kleine Finger im Vollauszug den Hals berührt. Insofern muss dann aber auf die Kleidung geachtet werden, da sich der kleine Finger in einem Hemdkragen verfangen könnte, mit naheliegenden Konsequenzen.
Halten
Einer der schwierigeren Dinge, die ein Trainer einem Schützen beibringen muss, ist die Lade/Transferphase. Sie sollte normalerweise ungefähr eine halbe Sekunde vom Ankern bis zur Haltephase dauern. Schauen wir uns Diagramm 9 unten an. Zu Anfang ist eine halbe Sekunde ein zu kleiner Zeitraum, um diese Phase zu durchlaufen. Dem Schützen muss deshalb gesagt werden, dass ungefähr 2 Sekunden für diese Phase zu veranschlagen sind. Normalerweise reicht dies dann aus. In dem Moment, wo sie diesen Teil des Prozesses gelernt und verstanden haben, sollte sie nicht mehr als eine halbe Sekunde während des Trainings beanspruchen.
Die Position des Ellbogengelenks
Ein allgemeiner Fehler bei vielen auch erfahrener Schützen ist, dass die Innenseite des Ellbogengelenks entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn rotiert wird und nach oben zeigt. Das ist biomechanisch gesehen sehr schwach und führt dazu, dass die Schulter hochgezogen wird und damit Muskelantagonismen hervorruft.
Der Humerus (Oberarmknochen) sollte beim RH-Schützen schrittweise im Uhrzeigersinn rotiert werden, sodass die Innenseite des Ellbogengelenks nahezu senkrecht steht. Dies richtet die Knochenstruktur des Arms in einer
Linie aus, damit eine möglichst stabile Einheit erreicht wird. Zusammen mit einer tiefen vorderen Schulter werden die starken Druckkräften des ausgezogenen Bogens am effektivsten zu verteilen.
Sehnenschatten
Wie im Kapitel „Der Schuss“ in einer der vergangenen Ausgaben des Bogensport-Magazins besprochen, muss der Fokus der Augen vom Halten an auf dem Zielbereich verbleiben, über das Zielen, Expansion, Lösen und Nachhalten bis der Pfeil die Scheibe trifft. Es ist unbedingt notwendig, den Sehnenschatten in die Centershot-Position zu legen. Siehe Diagramm 10, Sehnenschatten, auf der folgenden Seite.
Es gibt viele Meinungen über die beste Möglichkeit, die Sehne zu positionieren, angefangen davon, die Sehne an die Außenseite des Visier-Pins zu legen bis hin zur Außenseite des Mittelteils. Allerdings, wenn die Sehne wie oben gezeigt positioniert wird, bietet dies verschiedene Vorteile.
Erstens ist das Auge in Linie mit dem Pfeil und mit dem Zentrum des Bogens, was eine gute Kopfhaltung ermöglicht.
Zweitens kann die Sehne immer ganz einfach gesehen werden, besonders während des Zielens, der Expansion und dem Nachhalten. Wenn die Sehne in einer anderen als der Centershot-Position ist, kann man sehr leicht den Blickkontakt zur Sehne verlieren, besonders während der Expansionszeit, da in dieser Zeit der Sehnenschatten wandern kann. Im Grunde genommen ist dies wie die Kimme des Gewehrs, die immer in Blickrichtung zeigt.
Gewichtsverteilung
Es wurde schon besprochen, dass die Gewichtsverteilung auf den Füßen 60 – 70 % auf den Ballen und 30 – 40 % auf den Fersen betragen sollte, um eine maximale horizontale Kraft entwickeln zu können.
Um diese Druckverteilung zu erleichtern, ist es erforderlich, Schuhe zu benutzen, die eine erhöhte Ferse haben oder Schuhe mit Einlagen, anstatt flach besohlte Joggingschuhe. Schuhe, die die Fußgelenke unterstützten, sorgen für weiteren Halt.
Druckplattenexperimente haben gezeigt, dass die Verwendung von Einlagen das Erreichen der 60-70 % / 30 – 40% Gewichtsverteilung, unterstützt. Diese bringen den Körperschwerpunkt mehr nach vorne, weg von den Fersen in Richtung der Mitte des Fußes und unterstützen damit eine stabilere Plattform. Weiter Informationen und Einzelheiten s. Punkt 25, Schuhwerk.
Lösen und Nachhalten
Ein verbreitetes Problem ist, dass beim Lösen die Hand vom Gesicht weg geht.
Hierfür kann es verschiedene Gründe geben. Unten sind einige der gängigen Ursachen aufgelistet:
Ursachen
Eine Änderung des Fokus mit dem Verlust der Verbindung zum Rücken. Dadurch wird keine saubere Rückenspannung während des Schusses aufrechterhalten.
Der Bizeps könnte zu entspannt sein, was es dem eingeschlossenen Gelenk zwischen Ober- und Unterarm erlaubt, sich beim Lösen zu öffnen.
Der Ellbogen könnte zu sehr heruntergehen und nicht genügend weit nach hinten.
Der Zugellbogen ist vor der Pfeillinie.
Der Zughand wird ermöglicht, beim Lösen die Schulter zu berühren.
Die Konzentration lässt nach, anstatt auf der Rückenspannung zu bleiben.
Einige Lösungsmöglichkeiten sind:
Lösungen
Die Rückenspannung muss 1 – 2 Sekunden nach dem Lösen aufrechterhalten werden, um nicht „zusammenzubrechen“.
Der Unterarm und die Hand der Zughand sollten so entspannt wie nur möglich sein. Vgl. auch das KSL Schuss-Zyklus-Diagramm.
Fordere den Schützen auf, daran zu denken, den eingeschlossenen Winkel zwischen Zug-Unterarm und Oberarm beim Lösen zu verkleinern, damit die Hand den Gesichtskonturen folgen kann. Das kann weiterhin dadurch unterstützt werden, indem man ein oder 2 Bleistifte in die Armbeuge steckt. Dem Schützen dürfen diese Stifte während des Schusses und dem Lösen nicht herunterfallen.
Überprüfe die saubere Stellung des Schulterblattes, damit der Schütze besser ausrichtet ist.
Die Finger sollten von der Sehne so entspannt wie möglich gleiten. Wenn die Finger beim Lösen gestreckt werden ist dies ein Hinweis darauf, dass die Finger bewusst geöffnet werden und Rückenspannung verloren geht (vgl. auch Punkt 18, Das Lösen der Sehne)
Man sollte sich vorstellen, dass die Finger und der Zugellbogen wie mit einer Stahlkette verbunden sind. Dies führt zu einem sehr entspannten Unterarm und nimmt die Spannung aus der Rückseite der Zughand, die Hand wird flach und lang. Zusätzlich stellen sich die Rückenmuskeln darauf ein, ein gleichmäßigeres und effektiveres Lösen und Nachhalten zu unterstützen.
Der Finger-Tab
Es wird empfohlen keinen Tab mit Ankerplatte zu verwenden. Die Ankerplatte verhindert eine solide und konstante Position zwischen der HHand und dem Kieferknochen und dadurch gibt es mehr Möglichkeiten, am Gesicht nach oben oder unten zu wandern incl. von Änderungen beim Druck der Finger.
Man sollte weiterhin einen Fingertrenner zu verwenden, um eine entspanntere Zughand zu erreichen. Ohne Fingertrenner hat der Schütze die Tendenz, die Finger zu spreizen um ein Einklemmen des Pfeils zu verhindern mit der Folge, dass zusätzliche unerwünschte Spannung in den Fingern verursacht wird.
Stelle zu jeder Zeit sicher, dass die Finger zu jeder Zeit am selben Platz am Tab und der Tab genauso immer gleich an der Sehne angesetzt wird. Es ist sehr wichtig, dies bei jedem Schuss visuell beim Einhaken/Greifen zu überprüfen; jede Veränderung wird sich hier in hohen oder tiefen Pfeilen zeigen.
Finger Schlinge
Damit der Bogen beim Lösen sauber aus der Hand springen kann, muss eine Finger-Schlinge benutzt werden.
Es gibt verschiedene Arten von Schlingen. Die eine kann am Bogen unter dem Griffstück angebracht werden.
Die Zweite ist die Handgelenkschlinge und die Dritte ist die Fingerschlinge,die um den Bogen herum gelegt und über den Mittelfinger oder Zeigefinger und Daumen eingehängt wird. Es gibt viele Auffassungen darüber , welche Art die Beste ist.
Eine Fingerschlinge muss von jedem Schützen verwendet werden. Trotzdem gibt es bei jeder Finger-Schlinge eine unbewusste Tendenz, den Bogen beim Lösen mit den Fingern zu greifen oder aufgrund der Fingerschlinge die Finger zu strecken um zu verhindern, dass die Schlinge herausrutscht. All diese Reaktionen werden am Bogen Drehkräfte verursachen.
Der Schütze muss lernen, den Bogen sauber aus der Hand springen zu lassen. Der Schuss sollte ohne Fingerschlinge gemacht werden und der Trainer sollte den Bogen beim Lösen auffangen. Vgl. Photo Nr. 62 unten. Das kann einfach gemacht werden, und nach ein paar Schüssen wird der Schütze ein sauberes Gefühl dafür bekommen, den Bogen „gehen“ zu lassen, ohne Spannung in den Fingern und der Bogenhand.
Das Lösen der Sehne
Die Sehne wird durch völlige Entspannung der Finger gelöst, dabei wird es der Sehne ermöglicht, die Finger beiseite zu drücken. Viel zu oft sehen wir, dass sich die Finger der Hand öffnen, bis sie ganz gestreckt sind.
Dies ist ein sicherer Hinweis darauf, dass der Schütze beim Lösen bewusst versucht, die Finger zu öffnen.
Eine gute Methode am Anfang, um zu zeigen, wie es sich anfühlt, wenn die Sehne aus den Fingern gleitet ist, die Sehne 5 – 7 cm zurückzuziehen und sie dann die Finger beiseite drücken zu lassen. Die Finger sollten beim Lösen fast in der gleichen Beugeposition verbleiben, genauso wie sie auf der Sehne platziert waren. Dieses Gefühl muss der Schütze reproduzieren können, wenn er die Sehne beim Vollauszug löst.
Eine bessere Methode ist es, den Bogenarm zu beugen und die Sehne und Bogen zum Gesicht zu nehmen. Dadurch wird es dann möglich sein, den Zugellbogen, die hinteren Schulter, das Schulterblatt und die Zughand richtig zu positionieren. Ziehe die Sehne noch einmal 5 – 7 cm zurück und löse genauso, aber drücke dabei die Bogenhand nach vorn und halte komplett nach, wie bei einem normalen Schuss.
Die offene Brust
Viele Schützen sind beim Vollauszug in den Brustmuskeln zu angespannt. Das hindert sie daran durch den Klicker zu kommen. Hake versuchsweise die Finger beider Hände vor der Brust zusammen, die Ellbogen horizontal und die Schulterblätter in der korrekten Position. Versuche nun die Finger so stark wie möglich zu ziehen und dabei den Atem anzuhalten. Fange dann an, langsam entspannt und gleichmäßig auszuatmen und dabei die Brustmuskeln zu entspannen, aber ziehe mit den Fingern mit der gleichen Intensität weiter.
Diese Übung zeigt , was man in der Brust fühlen sollte, wenn man durch den Klicker zieht.
Der Klicker
Wenn man versucht, für Anfänger die korrekte Position des Klickers einzurichten, müssen diese den Bogen bis zu ihrem physikalischen Anker ziehen, mit einwandfreier Positionierung der Schultern, des Schulterblattes und des Bogenarms. Dann müssen sie den Zugellbogen in Linie mit dem Pfeil bringen. Dies sollte mit Blick auf eine konstante Auszugslänge mehrfach mit einem Pfeil im Bogen gemacht werden, aber nicht mit dem Klicker. Dann wird der Klicker ca. 3 – 4 mm auf den Endpunkt, vor der „Expansion“, gesetzt. Nun wiederholt man diese Übung und lässt die Schützen ein paar Mal mit Pfeil durch den Klicker ziehen, die Schützen dürfen dabei aber während des Zugs nicht auf die Pfeilspitze schauen. Die Gleichmäßigkeit muss nun überprüft und der Klicker darauf eingerichtet werden.
Der Trainer sollte die Klickerposition bei erfahrenen Schützen alle drei bis sechs Monate überprüfen, wobei er Änderungen physischer Bedingungen, wie Größe, Gewicht, Änderungen der Körpermaße oder technische Änderungen, die in diesem Zeitraum aufgetreten sind, in Betracht ziehen muss.
50:50-Balance
Die Balance bei der Schussauslösung sollte 50:50 betragen. Ein Ungleichgewicht dieses Wertes beeinträchtigt den Körperschwerpunkt. Wenn es eine Disbalance gibt, wird entweder die Vorderseite mehr nach vorne gehen, jedoch ist es wahrscheinlicher, dass die stärkere dominante Zugseite überhand gewinnt und der Schütze sich nach hinten weg von der Scheibe lehnen wird. Beim Lösen führt dies zu einem Bogenarm der quer über die Frontseite des Körpers kommt.
Entspannung der Gesichts- und Nackenregion
Das Gesicht und der Nacken sollten während des Schusses komplett entspannt sein, was durch ein Lächeln und bewusstes Entspannen des Nackenbereichs vor der Einleitung des Setups erreicht werden kann. Wenn der Schuss sauber ausgeführt wird, darf es überhaupt keine Kopfbewegung geben.
Hoher Griff / tiefer Griff
Der hohe Griff erfordert mehr Kraft und tendiert dazu, unter Wettkampfdruck mehr Spannung im Handgelenk zu verursachen, was zu unterschiedlichen Druckpunkten führt und als Ergebnis zu hohen oder tiefen Pfeilen.
Mit einem tiefen Griff sind die Knochen der Hand und des Arms in einer besseren Stellung. Dies unterstützt damit eine entspanntere Bogenhand.
Augendominanz vs. Geschicklichkeit
Die Untersuchung von Geraint Griffiths, Clinical Director of Sports Vision Service UK zeigt die folgenden Unterschiede zwischen internationalen Eliteschützen:
- Rechtshand/rechtes Auge 84,3%
- Linkshand/linkes Auge 10%
- Rechtshand/linkes Auge 2,85%
- Linkshand/rechtes Auge 2,85%
Diese ungewöhnliche Untersuchung zeigt, dass es eine Kreuzdominanz von ungefähr 5,7% gibt. Das bisherige Wissen hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass das dominante Auge die Händigkeit eines kreuzdominanten Schützen bestimmt, z.B. sollte ein Rechtshänder der linksdominant sieht einen Linkshandbogen schießen. Es ist darüber sehr viel diskutiert worden, aber man scheint heute anderer Meinung zu sein. Einige der Toptrainer beim Bogen- und Pistolenschießen sind dafür, dass ein Rechtshänder der linksdominant sieht mit der dominanten Hand schießen sollte, anstatt dass die Händigkeit durch die Augendominanz bestimmt wird. Biomechanisch gesehen ist dies auch besser, da die dominante Handseite die besser koordinierte Seite ist.
Die FITA (heute WA) stellt in ihrem „Entry Level Coaching Manual“, sehr vorsichtig fest, dass, „bis heute gute Resultate in jeder Kombination erreicht worden sind. Die dominante Hand gibt ein besseres Gefühl der Bequemlichkeit, Kontrolle und Stärke“.
Für einen kreuzdominanten Schützen muss man möglicherweise das dominante Auge durch eine dunkle Linse abdecken, wobei noch Licht das Auge treffen soll. Wenn z.B. eine Augeklappe benutzt wird, die das Licht komplett abschirmt, wird sich die Pupille des anderen Auges mehr öffnen und im Laufe eines Turniers ermüden.
Allerdings kann ein Schütze durch Tragen einer Augenklappe über dem dominanten Auge in einen Zeitraum von einigen Monaten lernen, mit dem nichtdominanten Auge zu zielen. Dies trainiert das Gehirn, mit dem nichtdominanten Auge zu zielen, was sich auch nach dem Entfernen der Augenklappe nicht ändern sollte. Obwohl es keine Linkshandschützen in Korea gibt, gibt es kreuzdominante Schützen im koreanischen Olympiateam.
Schuhwerk
Das Schuhwerk ist eines der am Meisten vernachlässigten Bereiche, obwohl es als Teil der Ausrüstung betrachtet werden sollte.
Der Fuß enthält 26 Knochen oder ¼ aller Knochen des Körpers überhaupt. Es gibt ungefähr 107 Bänder und 19 beteiligte Muskeln. Die Struktur des Fußes ist sehr komplex und in sich instabil. Es ist deshalb wichtig, Müdigkeit und Instabilität in diesem Bereich zu verhindern.
Die Mehrheit der Schützen trägt normalerweise Jogging- oder Turnschuhe. Turnschuhe haben generell schwammige Innensolen, die vielleicht vorteilhaft beim Joggen oder Rennen sein können, aber sie tragen nichts zur Stabilität beim Bogenschießen bei. Beim Bogenschießen ist es besser einen flach besohlten Schuh
mit einer harten Innensohle zu verwenden, um größere Stabilität zu erreichen. Dies wurde untersucht und durch Druckplattenexperimente mit Schuh-Einlagen bestätigt.
Timing
Es gibt in der Immobilienbranche einen Grundsatz:
„STANDORT, STANDORT, STANDORT“.
Beim Bogenschießen heißt es
„TIMING, TIMING, TIMING“.
Stimmt das Timing nicht, stimmt auch das Ergebnis nicht.
Wie können wir bei Wind besser schießen?
Zum einen ist es unter Windbedingungen erforderlich, dass wir anhalten. Zuerst richten wir unser Augenmerk während des Trainings auf die durchschnittlichen vorherrschenden Windbedingungen. Wenn die Wertung beginnt ist es empfehlenswert, keine weitere Aufmerksamkeit den sich ändernden Windbedingungen zu schenken. Wenn wir das trotzdem tun, besonders unter Wettkampfstress, können wir ein fürchterliches Durcheinander erhalten. Zum Schluss wissen wir nicht mehr wo wir hinschauen sollen. Es ist besser, die Blickrichtung da zu lassen wo sie ist und anzuhalten.
Wann immer wir anhalten, müssen die Augen auf dem Punkt fokussiert bleiben auf den wir zielen, bis der Pfeil die Scheibe trifft.
Die besseren Schützen bei Wind sind diejenigen, die Ihre Augen besser kontrollieren.
4 Punkte, um besser bei Wind zu schießen:
- Augenkontrolle
- Entspannter sein
(viele Schützen verspannen sich bei Wind und versuchen fälschlicherweise einen
„starken“ Schuss zu machen)
- Behalte einen gleichmäßigen Winkel zwischen Schultern und Kinn bei
- Gleichmäßiges Timing
(unter Windbedingung besteht die Tendenz mehr auf das Zielen zu fokussieren,
was zu Spannung im Körper und dem Verlust des Timings führt)
Wie oft trainieren?
Die Häufigkeit des Trainings hängt davon ab, welchen Leistungsstand ein Schütze erreichen möchte. Um in der Lage zu sein, auf dem höchsten Level mithalten zu können, wird natürlich viel Training erforderlich sein. Sobald ein Schütze die korrekte Technik beherrscht und in der Lage ist, mehr als 200 Pfeile pro Tag zu schießen, sollten 6 Tage pro Woche Training die Norm sein, wobei in Korea High-School-Schützen in den Stufen 10-12 durchschnittlich mehr als 500 Pfeile pro Tag schießen, manchmal sogar 1000 pro Tag.
Dies kann dann auf 200 – 300 Pfeile pro Tag bei 6 Tagen in der Woche reduziert werden, um das Gefühl und die Technik beizubehalten, wenn ein Schütze ein hohes Maß an Können erreicht hat.
Bogenschießen ist sehr stark „ein Sport, den man fühlen muss“. Darum sollte es auch nur einen freien Tag in der Woche geben, da ansonsten das Gefühl schnell verloren gehen wird. Das gleiche gilt für Berufsgolfer, die weltbesten Tennisspieler und für die Meisten der anderen professionell betriebenen Sportarten.
Schießen mit geschlossenen Augen
Training mit geschlossenen Augen sollte aus nachvollziehbaren Gründen nahe an der Scheibe ausgeführt werden, maximal auf 5 – 10 m. Das Hauptaugenmerk sollte dabei auf den Sicherheitsaspekten liegen.
Schießen mit geschlossenen Augen ermöglicht es dem Schützen, sich alleine auf den Bewegungsablauf zu konzentrieren, ohne die visuellen Ablenkungen der Scheibe oder des Zielens. Es ist besonders gut, nur an einem speziellen Teil des Bewegungsablaufs zu arbeiten, da das die Konzentration darauf verbessert und das Gefühl dafür vergrößert. Dies wird bewusst das Unterbewusstsein trainieren, damit das richtige Gefühl für den Schuss abgespeichert werden kann.
Schiessen auf die leere Scheibe
Das Schießen auf die leere Scheibe ist eine Erweiterung des Schießens mit geschlossenen Augen. Es sollte auch zum Aufwärmen und Cool-Down genutzt werden, vor dem Training oder auch dem Wettkampf. Der Fokus muss auf der richtigen Technik und dem Gefühl für den Schuss liegen.
Es sollte weiterhin benutzt werden, wenn an speziellen Punkten des Ablaufs gearbeitet wird, sodass der volle Fokus auf der Technik und nicht dem Zielen liegt.
31. Schießen bei Wind und das Üben des Anhaltens
Schießen bei Wind und das Anhalten sollte Teil des regulären Trainings sein. Das Timing des Schießens bei Wind ist noch wichtiger als bei Windstille.
Die meisten Schützen strengen sich mehr an und sind angespannter, wenn es windig ist. Unter Windbedingungen ist es eben noch wichtiger, sich zu entspannen, als sich noch mehr anzustrengen, da dies mehr Spannung im Körper verursacht und dadurch den Schuss nachteilig beeinflusst.
Benutze niemals den Wind als Entschuldigung für eine schlechte Form. Der Schuss sollte vorbereitet und durchgeführt werden wie jeder andere Schuss. Grundsätzlich muss die Ausführung und das Timing immer gleich sein, um mit deinen Schießfähigkeiten zufrieden zu sein. Ziele so gut du kannst und akzeptiere, dass einige Pfeile aufgrund des Windfaktors weniger gut sind. Der Wind kann der Grund für niedrigere Wertungen sein, aber niemals der Grund für eine schlechte Ausführung.
Wenn man das Anhalten trainiert, bei Wind oder unter normalen Bedingungen, muss der Schütze versuchen, die 5 oder 6 zu treffen, um den Fokus vom Gold wegzunehmen.
Das Zeitintervall zwischen den Schüssen
Es wurden Untersuchungen durchgeführt, um herauszufinden , ob das Zeitintervall zwischen den Schüssen eine Auswirkung auf die Pfeilgeschwindigkeit hat, besonders im Zusammenhang mit Finalmatches bei Olympia, wo die Zeit zwischen den Schüssen sehr kurz sein kann.
Experiment 1: 3 Nationalschützen schossen 2 Passen mit jeweils 3 Pfeilen, jede mit einer 150 Sekunden Periode.
Experiment 2: Die gleichen Schützen schossen 2 Passen mit jeweils 3 Pfeilen, jede in einer 30 – 50 Sekunden Periode.
Man sieht, dass es gewisse Unterschiede in der Pfeilgeschwindigkeit gibt, wenn 3 Pfeile innerhalb von 150 Sekunden geschossen werden, im Vergleich dazu, wenn 3 Pfeile innerhalb von 30 – 50 Sekunden geschossen werden. Das 2. Experiment zeigt eine unglaubliche Konstanz der Geschwindigkeit, die nicht ignoriert werden kann. Es ist extrem schwer, wenn nicht gar unmöglich, eine intensive Konzentration für mehr als ungefähr 3 Sekunden aufrechtzuerhalten, bevor sich andere Gedanken eindrängen. Deshalb kann schnelles Schießen einen deutlichen Vorteil bei den Eleminations-Runden haben, wenn alle Schützen zur gleichen Zeit schießen. Zusätzlich sollte der Schütze sowohl in physischer als auch im psychischer Hinsicht fit für diese mental stressige Art des Wettkampfs sein. (Tabelle)
Simulation mit einem Gummiband
Damit der Anfänger einen sauberen Bewegungsablauf erlernen kann, sollte ein Theraband, ein medizinisches Gummiband oder ein leichter Trainingsbogen mit ca. 15 lbs benutzt werden. Das Ziel für den Schützen ist es zu lernen und zu verstehen, was ein sauberer Bewegungsablauf bedeutet und wie er sich anfühlt.
Wenn man einem Anfänger einen Bogen und Pfeile gibt und ihn vor die Scheibe stellt, wird das Hauptaugenmerk des Schützen immer darauf ausgerichtet sein, das Gold zu treffen, unabhängig davon, wie dies erreicht wird. In Korea wird Bogenschießen beginnend im 4. Jahr der Grundschule in einem Alter von 9 – 10 Jahren gelehrt. Während der ersten 3 – 6 Monate werden den Schülern die korrekten Fähigkeiten durch verschiedene Übungen beigebracht, um eine saubere Ausrichtung der Knochen, des Stands und des Muskeleinsatzes von Anfang an zu gewährleisten. Dies wird ohne Einsatz eines Bogens durch Ziehen mit und ohne Gummiband erreicht.
Dieser sehr methodische Ansatz, die Grundlagen des Bogenschießens zu unterrichten, wird in Korea mit großem Erfolg eingesetzt. Da der Einsatz dieser Methode nicht auf andere Ländern übertragen werden kann, ist es trotzdem sehr zu empfehlen, diese Methode bei Anfängern einzusetzen, und wenn es nur während der ersten 10 Minuten zu Beginn jeder Trainingseinheit ist.
Training vor dem Spiegel
Übungen vor einem Spiegel, auf dem der ganze Körper zu sehen ist, gibt dem Schützen ein kontinuierliches Feedback. Man kann dies am besten in der Halle machen, wo der Spiegel an der Wand oder in verschiedenen Winkeln zum Schützen angebracht werden kann. Vertikale und horizontale Linien können auf den
Spiegel gezeichnet oder geklebt werden. Mit Hilfe dieser horizontalen und vertikalen Linien kann der Schütze die verschiedenen Formen seines Bewegungsablaufs überprüfen.
Diese Art des Trainings kann weiterhin durch den Einsatz einer Videokamera, die auf den Schützen gerichtet ist, unterstützt werden, gekoppelt mit einer variablen Verzögerungs-Video-Signalbox und einem Feedback auf einen Monitor, der im Blickwinkel des Schützen steht. Wenn der Schütze schießt, wird der Schuss auf dem TV Monitor mit einer einstellbaren Verzögerung zwischen 2 und 30 Sekunden wiedergeben. Diese Art des unmittelbaren Feedbacks ist unbezahlbar, da es den Schützen davor bewahrt, falsche Bewegungen zu üben, ohne dass er es merkt.